Orientierung
Keine Ahnung, was du werden willst? Das ist völlig okay!
„Und, was willst du später mal machen?“ Eine Frage, die spätestens in den letzten Schuljahren ständig auftaucht. Vielleicht haben deine Freund:innen schon einen Plan, deine Eltern fragen regelmäßig nach und gefühlt wissen alle, wo es nach der Schule hingehen soll. Nur du nicht.
Keine Panik: Du musst nicht heute schon wissen, welchen Beruf du die nächsten 40 Jahre machen möchtest. Viel wichtiger ist, dass du anfängst, herauszufinden, was zu dir passen könnte.
Du musst noch keinen fertigen Plan haben
Ausbildung, Studium, duales Studium oder ein Gap Year? Dazu kommen allein über 320 anerkannte Ausbildungsberufe. Da kann man schnell den Überblick verlieren.
Vielleicht weißt du bisher nur, dass du gerne mit Menschen arbeitest. Oder dass Mathe überhaupt nicht dein Ding ist. Auch das hilft dir schon weiter. Denn Berufsorientierung bedeutet nicht, sofort den einen perfekten Beruf zu finden. Es geht erst mal darum, herauszufinden, was dich interessiert und was eben nicht.
Fang bei dir selbst an: Interessen und Stärken
Überleg dir zum Beispiel: Welche Schulfächer machen dir Spaß? Womit beschäftigst du dich freiwillig? Arbeitest du lieber am Computer, mit deinen Händen oder mit anderen Menschen? Bist du gerne unterwegs oder möchtest du lieber an einem festen Ort arbeiten? Weitere Anregungen dazu findest du bei der Bundesagentur für Arbeit.
Frag auch Freund:innen oder Familie, wo sie deine Stärken sehen. Manchmal fallen anderen Dinge an dir auf, die für dich selbst ganz selbstverständlich sind. Wenn du tiefer einsteigen willst, helfen dir diese 10 Fragen zu deinen Stärken.
Ausprobieren ist besser als Grübeln
Du kannst dir einen Beruf zehnmal durchlesen und trotzdem nicht wissen, ob er zu dir passt. Deshalb: Probier Dinge aus.
Ein Praktikum ist dafür eine gute Möglichkeit. Du bekommst einen echten Einblick in den Arbeitsalltag und merkst schnell, was dir gefällt. Auch Ausbildungsmessen, Schnuppertage oder Gespräche mit Leuten, die bereits in einem Beruf arbeiten, können dir helfen.
Und wenn du danach feststellst: „Das ist überhaupt nichts für mich“? Perfekt. Dann bist du trotzdem einen Schritt weiter.
Dein Weg muss nicht genauso aussehen wie der von anderen
Nur weil deine beste Freundin oder dein bester Freund schon genau weiß, was nach der Schule kommt, heißt das nicht, dass du hinterherhängst. Jeder Weg sieht anders aus.
Setz dich also nicht unter Druck, sofort die perfekte Antwort auf die Frage nach deiner Zukunft zu haben. Fang lieber klein an: Entdecke verschiedene Berufe, finde heraus, was dich interessiert, und sammle Erfahrungen.
Du musst heute noch nicht wissen, wo du am Ende landest. Du musst nur anfangen, deinen eigenen Weg zu entdecken.
Häufige Fragen
Ist es normal, nicht zu wissen, was man werden will?
Ja, das ist völlig normal. Viele Schüler:innen haben gegen Ende der Schulzeit noch keinen festen Berufswunsch. Wichtig ist nicht, sofort die perfekte Antwort zu haben, sondern anzufangen, die eigenen Interessen und Stärken zu entdecken.
Wie finde ich heraus, welcher Beruf zu mir passt?
Überleg dir zuerst, welche Schulfächer, Hobbys und Tätigkeiten dir Spaß machen und wo deine Stärken liegen. Frag auch Freund:innen oder Familie, wie sie dich einschätzen. Danach hilft vor allem Ausprobieren: Praktika, Schnuppertage und Ausbildungsmessen zeigen dir, wie der Arbeitsalltag wirklich aussieht.
Wer hilft mir kostenlos bei der Berufswahl?
Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit unterstützt Schüler:innen persönlich und kostenlos bei der Berufs- und Studienwahl. Die Berater:innen bieten oft auch Sprechstunden direkt an Schulen an. Einen Termin kannst du zum Beispiel online über arbeitsagentur.de vereinbaren.