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Young Waterkant Festival: Was 5 Minuten Swipen über dich verraten
Gestern waren wir mit Lea, Lena und Julian beim Young Waterkant Festival auf dem MFG5-Gelände in Kiel-Holtenau, einem kostenlosen Festival für Schüler:innen ab der 9. Klasse mit rund 90 Workshops an einem einzigen Tag. Wir haben drei Workshops mit jeweils etwa 20 Schüler:innen gegeben. Und am Ende jedes Workshops ist etwas passiert, das uns selbst überrascht hat: Nach nur fünf Minuten Swipen kannte die StickTo App das Top-Interesse vieler Jugendlicher besser als sie selbst.
Dazu gleich mehr. Erst mal kurz, wie der Tag war.
Ein Festival, das sich nicht wie Berufsorientierung anfühlt
Rund 600 Schüler:innen waren unterwegs, zumindest unser Eindruck vom Gewusel über den Tag. Keine Aula, keine Pflichtveranstaltung, kein „so, jetzt reden wir mal über eure Zukunft". Stattdessen Bühnen, Stände, Workshops zum Selbermachen und überall Jugendliche, die sich aussuchen durften, worauf sie Lust haben. Genau diese Stimmung nimmt der ganzen Sache den Druck und macht sie für uns zum perfekten Ort.
An unserem Stand gab es neben den Workshops auch in der Pause ein Berufe-Enten-Angeln: Enten mit Berufen dran, Angel in die Hand, schauen, was hängenbleibt. Klingt albern, kam aber genau richtig an. Und nebenbei ist das im Kleinen genau das, worum es uns geht: ohne Druck stolpert man über Berufe, an die man nie gedacht hätte.

Die Swipe-Challenge: 5 Minuten gegen das eigene Bauchgefühl
Der Abschluss unserer Workshops war eine kleine Challenge. Zu Beginn haben wir die Jugendlichen gebeten, in möglichst kurzer Zeit ihre Top 5 Interessen aufzuschreiben, schnell und aus dem Bauch heraus. Dann haben sie am Ende unseres Workshops fünf Minuten in der App geswipt: durch Berufe, Interessensfragen und Unternehmen. Swipe nach rechts, Swipe nach links, weiter.
Und dann der spannende Moment. In einer Gruppe haben wir gefragt, wer sein ausgespieltes Top-1-Interesse mit dem Zettel vom Anfang vergleichen will. Bei allen, die sich gemeldet haben, passte das Ergebnis. Nur war es jedes Mal ein anderes Interesse als das, was sie zu Beginn notiert hatten. Den Jugendlichen war ihr eigentliches Interesse vorher oft gar nicht so bewusst.
Das ist der Punkt, der uns nicht loslässt. Wenn man jemanden direkt fragt „Was interessiert dich?", kommt meistens das, was man eh schon erzählt: das Hobby, das Schulfach, das, was die Freunde auch machen. Beim Swipen entscheidet man dagegen schneller, ehrlicher, ohne lange nachzudenken. Und auf einmal zeigt sich ein Muster, das man selbst noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
Am schönsten war ein konkretes Beispiel: Bei zwei Schüler:innen kam als Top-Interesse „Justiz" heraus. Auf dem Zettel vom Anfang stand das bei keinem von beiden. Aber als sie es gelesen haben, fanden sie es sofort total passend. Richtung Polizei und Jura, das hatten sie in der App richtig spannend gefunden. Manchmal braucht es keinen großen Test, sondern nur ein Werkzeug, das einem den eigenen Daumen vorhält.
Dass es funktioniert hat, haben wir übrigens auch in der Mittagspause gemerkt: Ein paar Schüler:innen sind einfach am Tisch sitzen geblieben und haben gemeinsam mit ihren Freunden weitergeswipt. Freiwillig, in der Pause. Mehr Feedback braucht man eigentlich nicht.
Auch für die Lehrkräfte war was dabei
Ein schöner Zufall am Rande: Julian durfte StickTo zusätzlich den Lehrkräften vorstellen. Denn wir bieten nicht nur die App und Workshops zur Berufsorientierung an, sondern auch Workshops zum jungen Gründen, gemeinsam mit SEEd. Dieser Austausch war für uns sehr wertvoll, weil Lehrkräfte am Ende diejenigen sind, die so etwas in den Schulalltag tragen können.
Danke, SEEd und opencampus.sh
Und jetzt die Verbindung, die uns besonders gefreut hat: Veranstaltet wird das Young Waterkant Festival von SEEd (Social Entrepreneurship Education), getragen von opencampus.sh. Und SEEd ist genau der Partner, mit dem wir unsere „junges Gründen"-Workshops machen. Wir durften also als Aussteller bei einem Festival sein, das von unserem eigenen Workshop-Partner auf die Beine gestellt wurde. Schöner kann sich ein Kreis kaum schließen.
Danke an das ganze Team von SEEd und opencampus.sh für die Organisation, die Atmosphäre und dafür, dass ihr Berufs- und Zukunftsorientierung so macht, dass Jugendliche freiwillig kommen. Das ist seltener, als es klingt.
Und du?
Wenn du jetzt neugierig bist, was bei dir nach fünf Minuten herauskommt: Du brauchst dafür kein Festival und keinen Workshop. Lad dir StickTo herunter, swipe ein paar Minuten und schau, ob die App dein Top-Interesse genauso überrascht trifft wie gestern in Kiel. Es kostet nichts außer fünf Minuten. Und manchmal verrät dir dein eigener Daumen mehr, als du denkst.