<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>StickTo Blog</title><description>Berufsorientierung, Ausbildung, Bewerbung &amp; Karriere: verständliche Tipps für Jugendliche, Eltern und alle, die noch suchen.</description><link>https://stick-to.de/blog/</link><language>de-de</language><atom:link href="https://stick-to.de/blog/rss.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Young Waterkant Festival: Was 5 Minuten Swipen über dich verraten</title><link>https://stick-to.de/blog/young-waterkant-festival-2026/</link><guid isPermaLink="true">https://stick-to.de/blog/young-waterkant-festival-2026/</guid><description>StickTo war beim Young Waterkant Festival in Kiel. 3 Workshops, rund 600 Schüler:innen und ein Aha-Moment, mit dem keiner gerechnet hat.</description><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 13:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Gestern waren wir mit Lea, Lena und Julian beim Young Waterkant Festival auf dem MFG5-Gelände in Kiel-Holtenau, einem kostenlosen Festival für Schüler:innen ab der 9. Klasse mit rund 90 Workshops an einem einzigen Tag. Wir haben drei Workshops mit jeweils etwa 20 Schüler:innen gegeben. Und am Ende jedes Workshops ist etwas passiert, das uns selbst überrascht hat: Nach nur fünf Minuten Swipen kannte die StickTo App das Top-Interesse vieler Jugendlicher besser als sie selbst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu gleich mehr. Erst mal kurz, wie der Tag war.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Ein Festival, das sich nicht wie Berufsorientierung anfühlt&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Rund 600 Schüler:innen waren unterwegs, zumindest unser Eindruck vom Gewusel über den Tag. Keine Aula, keine Pflichtveranstaltung, kein „so, jetzt reden wir mal über eure Zukunft&quot;. Stattdessen Bühnen, Stände, Workshops zum Selbermachen und überall Jugendliche, die sich aussuchen durften, worauf sie Lust haben. Genau diese Stimmung nimmt der ganzen Sache den Druck und macht sie für uns zum perfekten Ort.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An unserem Stand gab es neben den Workshops auch in der Pause ein Berufe-Enten-Angeln: Enten mit Berufen dran, Angel in die Hand, schauen, was hängenbleibt. Klingt albern, kam aber genau richtig an. Und nebenbei ist das im Kleinen genau das, worum es uns geht: ohne Druck stolpert man über Berufe, an die man nie gedacht hätte.&lt;/p&gt;&lt;figure&gt;&lt;img src=&quot;https://blog-cms.stick-to.de/content/images/2026/06/Berufe-Enten-Angeln.webp&quot; alt=&quot;Julian steht an einem Stehtisch, worauf das Berufe-Enten-Angeln stattfand. Schüler haben dort eine Ente geangelnt und konnten unten einen Beruf dazu sehen.&quot; loading=&quot;lazy&quot; width=&quot;2000&quot; height=&quot;2667&quot; srcset=&quot;https://blog-cms.stick-to.de/content/images/size/w600/2026/06/Berufe-Enten-Angeln.webp 600w, https://blog-cms.stick-to.de/content/images/size/w1000/2026/06/Berufe-Enten-Angeln.webp 1000w, https://blog-cms.stick-to.de/content/images/size/w1600/2026/06/Berufe-Enten-Angeln.webp 1600w, https://blog-cms.stick-to.de/content/images/size/w2400/2026/06/Berufe-Enten-Angeln.webp 2400w&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;&lt;span&gt;Julian am Pausenstand, wo Schüler:innen beim Berufe-Enten-Angeln sich einen Beruf angeln durften.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;h2&gt;Die Swipe-Challenge: 5 Minuten gegen das eigene Bauchgefühl&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Abschluss unserer Workshops war eine kleine Challenge. Zu Beginn haben wir die Jugendlichen gebeten, in möglichst kurzer Zeit ihre Top 5 Interessen aufzuschreiben, schnell und aus dem Bauch heraus. Dann haben sie am Ende unseres Workshops fünf Minuten in der App geswipt: durch Berufe, Interessensfragen und Unternehmen. Swipe nach rechts, Swipe nach links, weiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und dann der spannende Moment. In einer Gruppe haben wir gefragt, wer sein ausgespieltes Top-1-Interesse mit dem Zettel vom Anfang vergleichen will. Bei allen, die sich gemeldet haben, passte das Ergebnis. Nur war es jedes Mal ein anderes Interesse als das, was sie zu Beginn notiert hatten. Den Jugendlichen war ihr eigentliches Interesse vorher oft gar nicht so bewusst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist der Punkt, der uns nicht loslässt. Wenn man jemanden direkt fragt „Was interessiert dich?&quot;, kommt meistens das, was man eh schon erzählt: das Hobby, das Schulfach, das, was die Freunde auch machen. Beim Swipen entscheidet man dagegen schneller, ehrlicher, ohne lange nachzudenken. Und auf einmal zeigt sich ein Muster, das man selbst noch gar nicht auf dem Schirm hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am schönsten war ein konkretes Beispiel: Bei zwei Schüler:innen kam als Top-Interesse „Justiz&quot; heraus. Auf dem Zettel vom Anfang stand das bei keinem von beiden. Aber als sie es gelesen haben, fanden sie es sofort total passend. Richtung Polizei und Jura, das hatten sie in der App richtig spannend gefunden. Manchmal braucht es keinen großen Test, sondern nur ein Werkzeug, das einem den eigenen Daumen vorhält.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass es funktioniert hat, haben wir übrigens auch in der Mittagspause gemerkt: Ein paar Schüler:innen sind einfach am Tisch sitzen geblieben und haben gemeinsam mit ihren Freunden weitergeswipt. Freiwillig, in der Pause. Mehr Feedback braucht man eigentlich nicht.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Auch für die Lehrkräfte war was dabei&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein schöner Zufall am Rande: Julian durfte StickTo zusätzlich den Lehrkräften vorstellen. Denn wir bieten nicht nur die App und Workshops zur Berufsorientierung an, sondern auch Workshops zum jungen Gründen, gemeinsam mit SEEd. Dieser Austausch war für uns sehr wertvoll, weil Lehrkräfte am Ende diejenigen sind, die so etwas in den Schulalltag tragen können.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Danke, SEEd und opencampus.sh&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Und jetzt die Verbindung, die uns besonders gefreut hat: Veranstaltet wird das Young Waterkant Festival von &lt;a href=&quot;https://seed.schule/?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;SEEd (Social Entrepreneurship Education)&lt;/a&gt;, getragen von opencampus.sh. Und SEEd ist genau der Partner, mit dem wir unsere „junges Gründen&quot;-Workshops machen. Wir durften also als Aussteller bei einem Festival sein, das von unserem eigenen Workshop-Partner auf die Beine gestellt wurde. Schöner kann sich ein Kreis kaum schließen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke an das ganze Team von SEEd und opencampus.sh für die Organisation, die Atmosphäre und dafür, dass ihr Berufs- und Zukunftsorientierung so macht, dass Jugendliche freiwillig kommen. Das ist seltener, als es klingt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Und du?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Wenn du jetzt neugierig bist, was bei dir nach fünf Minuten herauskommt: Du brauchst dafür kein Festival und keinen Workshop. &lt;a href=&quot;https://stick-to.de/?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;Lad dir StickTo herunter&lt;/a&gt;, swipe ein paar Minuten und schau, ob die App dein Top-Interesse genauso überrascht trifft wie gestern in Kiel. Es kostet nichts außer fünf Minuten. Und manchmal verrät dir dein eigener Daumen mehr, als du denkst.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Julian Risse</dc:creator><category>News</category><category>Orientierung</category><category>Berufe</category></item><item><title>Was tun nach dem Schulabschluss? 7 Wege in deine Zukunft</title><link>https://stick-to.de/blog/wege-in-deine-zukunft/</link><guid isPermaLink="true">https://stick-to.de/blog/wege-in-deine-zukunft/</guid><description>Keine Ahnung, was nach der Schule kommt? Völlig normal. Hier sind deine 7 Optionen, ehrlich erklärt, mit Vor- und Nachteilen.</description><pubDate>Thu, 11 Jun 2026 14:26:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Nach dem Schulabschluss stehen dir im Wesentlichen sieben Wege offen: Ausbildung, Studium, duales Studium, schulische Ausbildung, Freiwilligendienst, Gap Year oder Praktikum. Keiner davon ist eine Einbahnstraße, und keiner ist „der richtige&quot; für alle. Hier bekommst du alle sieben ehrlich erklärt, mit dem jeweils größten Vorteil und dem größten Haken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eins vorweg, weil es kaum jemand laut sagt: Dass du noch nicht weißt, was du willst, ist kein Versagen. Die wenigsten wissen es. Du musst auch nicht „deine Berufung finden&quot;, du musst nur den nächsten Schritt wählen, der zu dir passt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weg 1: Die betriebliche Ausbildung, Geld und Verantwortung ab Tag eins&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Klassiker, und das aus gutem Grund: Über 320 anerkannte duale Ausbildungsberufe gibt es laut &lt;a href=&quot;https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/20423?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;BIBB&lt;/a&gt; in Deutschland, vom Anlagenmechaniker bis zur Zerspanungsmechanikerin, und ja, auch Berufe, von denen du garantiert noch nie gehört hast. Du arbeitest im Betrieb, gehst parallel zur Berufsschule und verdienst von Anfang an Geld: Wer 2026 startet, bekommt laut &lt;a href=&quot;https://www.bibb.de/de/pressemitteilung_212952.php?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;Bundesinstitut für Berufsbildung&lt;/a&gt; mindestens 724 Euro im ersten Lehrjahr, in vielen Branchen deutlich mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Vorteil:&lt;/strong&gt; Du bist mit Anfang zwanzig fertig ausgebildet, hast Berufserfahrung und eigenes Geld, während andere noch in der Bibliothek sitzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Haken:&lt;/strong&gt; Du legst dich früh auf einen konkreten Beruf fest. Wenn du nach einem Jahr merkst, dass es nicht passt, kostet der Wechsel Überwindung und Zeit.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weg 2: Das Studium, Tiefe und Spielraum, aber auf eigene Rechnung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein Studium lohnt sich vor allem, wenn dich ein Fachgebiet wirklich interessiert oder dein Wunschberuf einen Abschluss voraussetzt, Medizin, Lehramt, Jura, Psychologie. Du bekommst Zeit, dich fachlich und persönlich zu entwickeln, und hältst dir viele Berufswege gleichzeitig offen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Vorteil:&lt;/strong&gt; Flexibilität. Mit vielen Abschlüssen stehen dir Berufe offen, die du heute noch gar nicht kennst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Haken:&lt;/strong&gt; Drei bis fünf Jahre ohne richtiges Einkommen, und niemand sagt dir, ob du auf dem richtigen Weg bist. Wer nur studiert, weil „man das halt so macht&quot;, merkt das oft erst im dritten Semester, und das ist teuer erkaufte Erkenntnis.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weg 3: Das duale Studium, beides gleichzeitig, aber doppelt fordernd&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Studium an der Hochschule plus Praxisphasen im Unternehmen, oft mit Gehalt und Übernahmechance. Klingt nach dem Besten aus beiden Welten, und ist es für viele auch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Vorteil:&lt;/strong&gt; Du bekommst Theorie und Praxis, wirst bezahlt und hast nach dem Abschluss oft direkt einen Job.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Haken:&lt;/strong&gt; Es ist anstrengend. Während deine Kommilitonen Semesterferien haben, sitzt du im Betrieb. Wer sich fürs duale Studium entscheidet, sollte es wegen des Modells tun, nicht, weil es sich gut anhört.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Übrigens: Welche Unternehmen in deiner Region duale Studienplätze, Ausbildungen oder Praktika anbieten, siehst du direkt in &lt;a href=&quot;https://stick-to.de/?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;StickTo&lt;/a&gt;. Du swipst dich durch über 1.300 Berufe, die App erkennt, was dich interessiert, und schlägt dir passende Betriebe in deiner Nähe vor. Fragen kannst du den Unternehmen dort sogar anonym stellen, ohne Bewerbung, ohne Anschreiben.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weg 4: Die schulische Ausbildung, der unterschätzte Weg in soziale und medizinische Berufe&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Physiotherapeut:in, Erzieher:in, Pflegefachkraft, PTA, viele Berufe im sozialen und medizinischen Bereich lernst du nicht im Betrieb, sondern an einer Berufsfachschule, ergänzt durch Praktika.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Vorteil:&lt;/strong&gt; Der direkte Weg in Berufe mit Sinn und sehr guten Jobaussichten, gerade in Gesundheit und Erziehung werden Leute händeringend gesucht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Haken:&lt;/strong&gt; Viele schulische Ausbildungen sind unvergütet, an privaten Schulen zahlst du teilweise sogar Schulgeld. Es gibt Ausnahmen, die Pflegeausbildung wird inzwischen vergütet, aber informier dich vorher genau über die Kosten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weg 5: FSJ und BFD, ein Jahr für andere, das vor allem dir etwas bringt&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Im Freiwilligen Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst arbeitest du in sozialen, ökologischen oder kulturellen Einrichtungen, Krankenhaus, Kita, Sportverein, Naturschutz. Du bekommst ein Taschengeld, dessen Höhe je nach Träger unterschiedlich ausfällt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Vorteil:&lt;/strong&gt; Du findest heraus, ob ein sozialer Beruf etwas für dich ist, bevor du dich festlegst, und tust dabei etwas, das zählt. Für manche Studiengänge wird ein FSJ sogar als Wartezeit oder Praxiserfahrung anerkannt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Haken:&lt;/strong&gt; Finanziell kommst du damit nicht weit. Und wenn du schon genau weißt, was du willst, verschiebt das Jahr deinen Start nur nach hinten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weg 6: Gap Year und Ausland, Abstand gewinnen, ohne den Faden zu verlieren&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Work and Travel in Australien, Au-pair in Spanien, Freiwilligenarbeit in Costa Rica: Ein Jahr im Ausland verändert den Blick auf die Welt, und oft auch auf die eigene Zukunft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Vorteil:&lt;/strong&gt; Selbstständigkeit, Sprachkenntnisse und Abstand vom Schulmodus. Viele wissen nach einem Jahr unterwegs deutlich klarer, was sie wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Haken:&lt;/strong&gt; Ein Gap Year beantwortet die Berufsfrage nicht von selbst. Wer ohne Plan losfliegt, steht nach zwölf Monaten oft vor genau derselben Frage wie vorher, nur mit leerem Konto. Nimm dir die Orientierung mit auf die Reise statt sie zu vertagen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weg 7: Das Praktikum, die ehrlichste Antwort, wenn du unentschlossen bist&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein Praktikum ist kein Lückenfüller, sondern das beste Werkzeug gegen Unentschlossenheit. Zwei Wochen in einem echten Betrieb sagen dir mehr über einen Beruf als jede Website und jedes Berufsberatungsgespräch. Auch Betriebe sehen das so: Viele &lt;a href=&quot;https://stick-to.de/unternehmen?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;Unternehmen nutzen Praktika gezielt&lt;/a&gt;, um künftige Azubis kennenzulernen, nicht selten wird aus dem Praktikum ein Ausbildungsvertrag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Vorteil:&lt;/strong&gt; Maximale Erkenntnis bei minimalem Risiko. Auch ein Praktikum, das dir nicht gefällt, bringt dich weiter, du weißt danach, was du &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; willst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der größte Haken:&lt;/strong&gt; Kurzpraktika sind meist unbezahlt, und ein Praktikum allein ist noch kein Plan. Es ist der Test vor dem Plan.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Welcher Weg ist jetzt deiner?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Wenn du es schon weißt: Glückwunsch, geh los. Wenn nicht: Fang nicht bei den sieben Wegen an, sondern bei dir. Erst wenn du weißt, welche Berufe und Themen dich interessieren, kannst du sinnvoll entscheiden, auf welchem Weg du dorthin kommst. Und denk dran, fast jeder dieser Wege lässt sich später wechseln, kombinieren oder korrigieren. Der einzige echte Fehler ist, aus Angst vor der falschen Entscheidung gar keine zu treffen.&lt;/p&gt;

</content:encoded><dc:creator>Julian Risse</dc:creator><category>Orientierung</category><category>Berufe</category><category>Studium</category></item><item><title>Ausbildung oder Studium? So triffst du die richtige Entscheidung</title><link>https://stick-to.de/blog/ausbildung-oder-studium/</link><guid isPermaLink="true">https://stick-to.de/blog/ausbildung-oder-studium/</guid><description>Ausbildung oder Studium, was passt zu dir? Fünf ehrliche Fragen, die dir die Entscheidung leichter machen. Ohne Druck, ohne Bla.</description><pubDate>Thu, 11 Jun 2026 13:55:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Es gibt keine richtige Antwort auf die Frage „Ausbildung oder Studium?&quot;, es gibt nur die richtige Antwort für dich. Die hängt davon ab, wie du am liebsten lernst, wie sicher du dir bei deinem Berufswunsch bist und was du von den nächsten Jahren erwartest. Mit den folgenden fünf Fragen findest du heraus, welcher Weg gerade besser zu dir passt, und warum die Entscheidung weniger endgültig ist, als alle tun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vorweg das Wichtigste: Beide Wege führen zu guten Jobs, beide lassen sich später korrigieren oder kombinieren. Du entscheidest hier nicht über dein ganzes Leben. Du entscheidest über deinen nächsten Schritt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Frage 1: Lernst du lieber durch Machen oder durch Verstehen?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das ist die ehrlichste Frage von allen, und sie hat nichts mit Intelligenz zu tun. Manche Menschen verstehen Dinge am besten, wenn sie sie anfassen, ausprobieren und sofort sehen, was ihr Tun bewirkt. Andere wollen erst die Theorie dahinter durchdringen, vergleichen, hinterfragen, und langweilen sich, wenn es zu schnell praktisch wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Ausbildung ist Lernen am echten Fall: Du stehst ab Tag eins im Betrieb, hast Kolleg:innen, Aufgaben und Verantwortung. Ein Studium ist Lernen am Konzept: Du beschäftigst dich jahrelang mit einem Fachgebiet, bevor du es anwendest, dafür gehst du tiefer und breiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sei ehrlich mit dir: Wie ging es dir in der Schule mit Theoriephasen? Wenn du nach der dritten Stunde Frontalunterricht innerlich aussteigst, sind weitere drei bis fünf Jahre Hörsaal eine mutige Wette. Wenn du dagegen gern liest, recherchierst und diskutierst, wirst du im Studium aufblühen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Frage 2: Willst du jetzt Geld verdienen, und was bist du bereit, dafür zu tauschen?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;In der Ausbildung verdienst du vom ersten Monat an eigenes Geld. Wer 2026 startet, bekommt laut &lt;a href=&quot;https://www.bibb.de/de/pressemitteilung_212952.php?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;Bundesinstitut für Berufsbildung&lt;/a&gt; mindestens 724 Euro im ersten Lehrjahr, in vielen Branchen ist es deutlich mehr, und mit jedem Jahr steigt die Vergütung. Das bedeutet: eigene Wohnung früher möglich, Unabhängigkeit früher möglich, erste Berufserfahrung mit Anfang zwanzig schon im Lebenslauf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Studium drehst du das Modell um: Du investierst erst einmal Jahre, in denen wenig bis nichts reinkommt, BAföG, Nebenjob oder Unterstützung der Eltern müssen die Zeit überbrücken. Dafür starten viele Akademiker:innen später mit höheren Einstiegsgehältern und haben in manchen Branchen mehr Aufstiegsoptionen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber Vorsicht mit der Pauschale „Studierte verdienen mehr&quot;: Das stimmt im Durchschnitt, aber Durchschnitt ist nicht dein Leben. Eine Handwerksmeisterin mit eigenem Betrieb kann mehr verdienen als so mancher Geisteswissenschaftler. Entscheidend ist nicht der Abschluss, sondern der konkrete Beruf, und wie gut du darin bist.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Frage 3: Wie sicher bist du dir bei deinem Berufswunsch?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Hier trennen sich die Wege deutlicher als beim Geld. Eine Ausbildung ist eine ziemlich konkrete Entscheidung: Du wählst einen Beruf, einen Betrieb, einen Alltag. Wenn du schon weißt, dass du Mechatronikerin, Pfleger oder Mediengestalterin werden willst, großartig, dann verschwende keine Zeit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Studium ist dagegen eine Richtungsentscheidung mit eingebautem Spielraum. Mit einem BWL-, Informatik- oder Psychologie-Abschluss stehen dir viele verschiedene Berufe offen, die du heute noch gar nicht kennen musst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Problem: Die meisten entscheiden sich, ohne überhaupt zu wissen, was es alles gibt. In Deutschland existieren laut &lt;a href=&quot;https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/20423?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;BIBB&lt;/a&gt; über 320 anerkannte duale Ausbildungsberufe, die wenigsten Schüler:innen können mehr als zwanzig davon aufzählen. Genau dafür haben wir &lt;a href=&quot;https://stick-to.de/?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;StickTo&lt;/a&gt; gebaut: In der App swipst du dich durch über 1.300 Berufe mit Gehalt, Tagesablauf und Ausbildungsweg, und merkst dabei automatisch, was dich wirklich interessiert. Kostenlos, ohne Anmeldung beim Berufsberater, direkt auf dem Handy.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Frage 4: Welche Türen schließt deine Entscheidung wirklich, und welche nur gefühlt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Viele entscheiden sich aus Angst, sich etwas zu verbauen. Schauen wir nüchtern hin: Nach einer Ausbildung kannst du studieren, mit Abi sowieso, aber auch ohne, denn eine abgeschlossene Ausbildung plus Berufserfahrung öffnet in den meisten Bundesländern den Hochschulzugang. Du kannst dich zum Meister, Techniker oder Fachwirt weiterbilden, Abschlüsse, die rechtlich auf derselben Stufe stehen wie ein Bachelor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andersherum gilt das genauso: Wer nach dem Studium merkt, dass die Praxis fehlt, kann immer noch eine Ausbildung machen oder quereinsteigen, das passiert öfter, als du denkst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wirklich zu spät ist es also fast nie. Was sich allerdings nicht zurückholen lässt, ist Zeit, die du in einem Weg verbringst, der dir von Anfang an nicht entsprochen hat. Deshalb lieber jetzt ehrlich hinschauen als drei Semester oder zwei Lehrjahre absitzen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Frage 5: Wessen Entscheidung ist das eigentlich, deine oder die deines Umfelds?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die unbequemste Frage zum Schluss. „Bei uns in der Familie haben alle studiert.&quot; „Mit deinem Abi machst du doch keine Ausbildung.&quot; „Such dir was Sicheres.&quot; Solche Sätze meinen es meistens gut, und können trotzdem in die falsche Richtung schieben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mach den Test: Stell dir vor, niemand würde je erfahren, wofür du dich entschieden hast. Keine Reaktion der Eltern, kein Vergleich mit Mitschüler:innen. Was würdest du wählen? Wenn die Antwort anders ausfällt als dein aktueller Plan, lohnt sich ein zweiter Blick.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das heißt nicht, dass du deine Eltern ignorieren sollst, im Gegenteil. Sie kennen dich lange und haben oft einen guten Blick für deine Stärken. Sprich mit ihnen, aber als Beraterin und Berater, nicht als Entscheider. Falls deine Eltern selbst unsicher sind, wie sie dich unterstützen können, ohne Druck zu machen: Dafür gibt es bei uns eine &lt;a href=&quot;https://stick-to.de/eltern?ref=blog-cms.stick-to.de&quot;&gt;eigene Seite für Eltern&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Und wenn du dich trotzdem nicht entscheiden kannst?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Dann fehlen dir wahrscheinlich keine Argumente, sondern Eindrücke. Eine Pro-Contra-Liste kann kein Praktikum ersetzen, kein Gespräch mit jemandem, der den Job wirklich macht, kein Schnuppertag im Betrieb oder an der Uni. Hol dir echte Einblicke, bevor du entscheidest, zwei Wochen Praktikum sagen mehr als zwanzig Ratgeberartikel. Auch dieser hier.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und denk dran: Du triffst keine Entscheidung fürs Leben. Du triffst die beste Entscheidung, die mit deinem heutigen Wissen möglich ist. Mehr kann niemand, und mehr musst du auch nicht.&lt;/p&gt;

</content:encoded><dc:creator>Julian Risse</dc:creator><category>Orientierung</category><category>Ausbildung</category><category>Studium</category></item></channel></rss>